Cheap Jerseys Geoinformationsportal der Region zwischen Rhein und Guldenbach » Blog Archive » Salzkopfturm
Salzkopfturm

7. April 2011   

Die zweithöchste Erhebung im Gebiet des Binger Waldes, nach dem Kandrich, ist der Salzkopf mit 628 m ü. NN. Dort befindet sich der Salzkopfturm auf 50° nördlicher Breite. Der Turm liegt nahe des Forsthauses Lauschhütte in der Abteilung ?? des Binger Stadtwaldes. Von oben hat man einen guten Blick weit über den Binger Wald hinaus. Eine auf dem Turm befestigte Messingplatte zeigt die Richtung markanter Punkte, die bis zu 100 km weit entfernt sind mit Namen und deren Höhe. In trockenen Sommern -bei Waldbrandgefahr- wird der Turm auch als Feuerwache benutzt, da sich von ihm aus 3/4 der Waldfläche des Binger Waldes kontrollieren lassen.

Geschichte

1899 bauten Pioniere aus Mainz-Kastel einen Holzturm als Beobachtungsturm auf den Salzkopf. Dieser wurde in kürzester Zeit von den Naturgewalten zerstört, weshalb er 1922 erneuert werden musste. Auch dieser hielt den Witterungsbedingungen nicht lange stand und war einige Jahre später wieder zerstört. Erst 1973 gab es einen Neubau des Turmes nach modernen Vorgaben – was Sicherheitsmaßnahmen und Statik betraf. Die Errichtung dauerte knapp zwei Jahre und der neue Turm konnte am 01.05.1975 mit einem Fest eröffnet werden. Die Konstruktion und Errichtung kostete knapp 60.000 DM. Viele regionalen Firmen sowie die Binger Feuerwehr stellten ihre Arbeitsleistung unentgeltlich zur Verfügung und beteiligten sich kostenmäßig an diesem „Wahrzeichen“ des Binger Stadtwaldes. Das gesamte zum Bau verwendete Holz stammte ausnahmslos aus dem Forstrevier Lauschhütte.
1997 musste der Turm aufgrund massiver Fraßschäden von der Rossameise an den tragenden Pfeilern geschlossen werden.
Der Binger CDU-Fraktionschef, Franz Roos, machte sich daraufhin für den Erhalt und die Sanierung des Salzkopfturmes stark. Er gründete die Bürgerinitiative “Rettet den Salzkopfturm” und sammelte Gelder und Arbeitskraft zur Sanierung des Turmes. Als Ergebnis dieser Bemühungen konnte der Turm in den folgenden Jahren wieder eröffnet werden. Nach dem Tod von Franz Roos im Dezember 2006 beschloss der Binger Stadtrat den Turm in “Salzkopfturm Franz Roos” umzubenennen.
2008 mussten die Treppen des Turmes saniert werden und es traten weitere statische Probleme auf.
Anfang 2009 wurden 60.000 Euro im städtischen Haushalt für die Sanierung bereitgestellt. Im Sommer 2009 sollte der Turm mit Douglasien-Stämmen aus dem Binger Wald saniert werden.
(Müller 1986: 409f; www.allgemeine-zeitung.de)

Quellen:

Müller, H (1986): Der Binger Wald. Bingen
Tscherner, C. (2007):
Turm erinnert an Franz Roos. Internet: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bingen/bingen/5188757.htm (1.10.2007).
Tscherner, C. (2009): Salzkopfturm wird saniert. Internet: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bingen/bingen/6606134.htm (28.03.2009).

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben