Rheinstollen

5. April 2011   

Der Ausgang Rheinstollen befindet sich neben dem Bett des Kreuzbaches, zwischen dessen Austritt aus der Klamm und seinem Eintritt in die unterirdische Wasserdurchführung bei der Bundesstraße 9, nahe der Kreuzbach Siedlung. Er liegt auf ca. 85 m ü. NN.

Geschichte:

Mit dem Bau des Rheinstollens wurde 1920 begonnen, der neun Jahre später fertiggestellt war. Der Stollen beginnt an der tiefsten Stelle der Grube „Amalienhöhe“ -Grube Dr. Geyer- und endet am Rhein. Er erfüllte zwei wichtige Funktionen: Zum einen diente er der Entwässerung von Manganerzgruben in den Gemarkungen Waldalgesheim und Weiler und zum anderen wurde er für den Transport von Manganerz und Kalk zur Verladestelle am Güterbahnhof benutzt, der sich gegenüber des Stollenausgangs befindet. Zu diesem Zweck wurde im Stollen ebenfalls ein Lorengleis verlegt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Rheinstollen von den Eisenbahnbediensteten, den Bewohnern umliegender Häuser und den Kriegsgefangenen, die im Güterbahnhof arbeiteten, zum Schutz bei Fliegerangriffen genutzt.
1972 wurde der Grubenbetrieb eingestellt. Dennoch fließt das Wasser bis heute aus dem Stollen heraus in den Kreuzbach und mit ihm in den Rhein (Erckmann:1930: 36; Müller 1986: 399f).

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen

Überarbeitungen:

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