Poßbachwiese / Förster Billhardt Wiese

16. März 2011   

Die Poßbachwiese oder auch Förster Billhardt Wiese befindet sich auf 342 m ü. NN. Sie liegt am Wanderweg, der vom Bodmannstein zum Schweizerhaus führt, etwa 500 m vom Bodmannstein entfernt. Die Wiese hat ihren ursprünglchen Namen der dort befindlichen Quelle des Poßbaches zu verdanken.

Geschichte:

(siehe auch „Förster Billhardt Säule“)
Billhardt (1787-1875) wurde im Jahr 1815 von der Stadt Bingen als Revierförster angestellt und im Jahr 1816 zum ersten Leiter des großherzoglichen Forstamtes in Bingen ernannt. Ihm verdankt der Binger Stadtwald den Beginn einer systematischen Forstwirtschaft. Billhardt sorgte für den Bau von Waldwegen, einer durchdachten Aufforstung, sinnvoller Nutzung der Ressourcen und vielem mehr, was einen zeitgemäßen Forstbetrieb ermöglichte.
Als in den Jahren 1825 und 1830 die Burgruine Faitzberg-Rheinstein (Burg Rheinstein) sowie der Faitzberger Hof mit dem zugehörigen Areal von dem Hohenzollernprinz Friedrich von Preußen gekauft wurde, ließ dieser das gesamte Areal wieder herrichten. Im Zuge dessen wies dieser den Revierförster Billhardt an 50 Morgen Eichenwald auf dem Areal aufzuforsten. Zum Dank ließ er die Förster Billhardt Säule erbauen sowie die Poßbachwiese zu Förster Billhardt Wiese umbenennen, die heute allerdings wieder ihren ursprünglichen Namen trägt (Erckmann 1930: 82, 267; Müller 1986: 360, 383).

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen

Überarbeitungen:

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