Morgenbachtal

5. April 2011   

EIngang ins MorgenbachtalDer Morgenbach bildet die Grenze zwischen Hinter- und Vorderwald des Binger Stadtwaldes und entspringt in der Abteilung Kaltwasser 26 auf einer Höhe von 421 m ü. NN. Er fließt ca. 2,7 km in Richtung Osten, ändert dann seine Laufrichtung nach Nordosten und mündet nach weiteren 4,2 km unterhalb der Burg Reichenstein, südlich von Trechtingshausen, in den Rhein (75 m ü.NN.).
Von seiner Quelle bis zur Mündung besitzt er eine Länge von ca.7 km. Das eigentliche Morgenbachtal beginnt jedoch erst bei der Jägerhausbrücke, unterhalb des Forsthauses Jägerhaus, und erstreckt sich auf ungefähr 5 km Länge ehe der Bach in den Rhein mündet.
Bis zur Einmündung des Aderbaches nach ca. 2,6 km wird das Tal: „[1] von lehn bis steilen laubholzbestandenen Hängen begleitet [2]“, ehe es von dort an den Charakter einer [3] wilden Klamm“ (zit. nach Müller 1986: 408) annimmt. Das Tal ist über einen Pfad entlang des Baches auf ganzer Länge begehbar.
Die Flora im Tal gestaltet sich vielfältig. Bestandsbildende Laubholzarten im Bereich des hier vorherrschenden Bacheschenschluchtenwaldes sind die Eiche, Buche, Hainbuche, Ahorn, Linde, Esche, Erle, Ulme, Kastanie und Eberesche.
Auch die Fauna im Bereich des Morgenbachtales verdient besondere Aufmerksamkeit, da zum Teil sehr seltenen Tierarten vorkommen: Wasseramsel, Eisvogel, Gebirgsstelze, Wildkatze, Wanderfalke und Haselhuhn.
Diese einzigartige Fauna und Flora sind ein Hauptgrund dafür, dass das Morgenbachtal seit 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Dennoch ist das Klettern an bestimmten Felsen ausdrücklich erlaubt. Die Kletterfelsen des Morgenbachtales befinden sich im oberen Abschnitt, wo der Deutsche Alpenverein Sektion Mainz unter anderem Wege eingerichtet hat. Weitere Informationen zum Klettern im Morgenbachtal gibt es beim Deutschen Alpenverein Sektion Mainz.
(Müller 1986; Welterbe Mittelrheintal; DAV-Mainz)

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

Schweizerhaus
Forsthaus Heiligkreuz
Forsthaus Jägerhaus
Bodmannstein
Forstbotanischer Garten

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen
http://www.welterbe-mittelrheintal.de
http://www.dav-mainz.de

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