Kreuzbach Klamm

5. April 2011   

Der Kreuzbach entspringt in der Abteilung Sulg VIII auf einer Höhe von 350 m ü. NN, nahe der Ausgrabung Villa Rustica – in der TK25 als Wüstung „Altes Kloster“ ausgewiesen. Er fließt ca. 3 km in westliche Richtung bis er nahe der Eisenbahnersiedlung „Am Kreuzbach“ in den Rhein mündet (76 m ü. NN.).
Ungefähr 250 m unterhalb vom Forsthaus Heiligkreuz (264 m ü. NN.) tritt der Bach in ein tief eingeschnittenen Tal ein, das die eigentliche Kreuzbachklamm darstellt.
Auf seinem gesamten Weg überwindet der Kreuzbach einen Höhenunterschied von 274 m auf einer Länge von 3 km, einem Gefälle von 9,1%, wobei im Gebiet der Kreuzbachklamm das Gefälle am stärksten ist (vgl. Grafik). Dabei durchquert er die Abteilungen Sulg VIII, Sulg XIII, Kleiner Rheinberg XV und Großer Rheinberg XI (ATKIS; DHM; Erckmann 1930: 36; Müller 1986: 407).

Geschichte

Anfang der 1930er Jahre wurde beschlossen die Klamm „zur Förderung der Waldwanderung und des Besuchs der Waldwirtschaften in den Forsthäusern des Stadtwaldes“ (zit. n. Müller 1986: 407) begehbar zu machen. Der Binger Stadtrat veranlasste den Bau eines Fußwegs, der entlang des Baches durch die Klamm zum Forsthaus Heiligkreuz führen sollte. Es wurden insgesamt sieben Brücken gebaut sowie kleine Treppen und Steige angelegt.
1967 wurde der Weg erneuert, da im Zweiten Weltkrieg nahezu alle Bauten zerstört und die Klamm daraufhin gesperrt wurde.
1973 gab es dann die erste und 1985 die zweite Instandsetzung des neuen Weges. Der Bau wurde jeweils durch die 4. Kompanie des „Schweren Pionier-Batalions 310“, Koblenz-Metternich, durchgeführt. Ihr Einsatz war nötig, da es in dem schweren Gelände normalen Arbeitskräften fast unmöglich war ohne modernste Geräte zu arbeiten.
Insgesamt wurden sieben Brücken und zwei Holzstege gebaut, wodurch ein ganzjähriger Auf- und Abstieg durch die Klamm möglich wurde (Müller 1986: 407).

Sehenswürdigkeiten in der Nähe:

Schweizerhaus
Forsthaus Heiligkreuz
Forsthaus Jägerhaus
Bodmannstein
Forstbotanischer Garten

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen
LVermGeo RlP (2009): ATKIS.

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