Grabhügel und Grabfelder

5. April 2011   

Innerhalb des Binger Wald Gebietes gibt es eine Unmenge an Grabstätten aus frühgeschichtlicher Zeit, die synonym als Hügelgräber oder Hünengräber bezeichnet werden. Das Alter der Gräber ist meist in die frühe Eisenzeit bis in die Römerzeit einzuordnen. Es gibt ebene Gräber und leichte Bodenerhebungen bis hin zu meterhohen Hügeln. Die Grabstätten finden sich sowohl einzeln als auch in kleinen Gruppen und großen Grabfeldern. Untersuchungen ergaben, dass zumeist die arme Landbevölkerung in den Gräbern bestattet wurde. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie der Waldalgesheimer Grabfund im Jahr 1869 beweist. Viele der ursprünglich vorhandenen Gräber sind beim Straßenbau und bei landwirtschaftlicher Nutzung eingeebnet worden, einige wurden von Grabräubern zerstört und andere sind über die Jahre hinweg der Erosion zum Opfer gefallen. Deshalb stellen die heute noch erhaltenen Gräber nur den verblieben Rest dar.
Die Lage der Gräber ist zumeist eng verknüpft mit der ehemaligen Besiedlung des Gebietes. So findet man die meisten Grabstätten in ebenem Gelände auf den Höhen des Binger Waldes und immer ist Wasser – in Form von Quellen oder Bächen – in der Nähe vorhanden. Oft lassen sich die alten Siedlungsflächen nahe der Grabstätten noch nachweisen (Müller: 49, 62, 75ff).

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen

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