Förster Billhardt Säule

5. April 2011   

Die „Förster Billhardt Säule“ befindet sich auf 212 m ü. NN, ca. 100 m entfernt vom Schweizerhaus – ehemals Faitzberger Hof. Sie steht an der Stelle, wo der Weg zum ehemaligen Turnierplatz in den Wald abknickt. Dies ist auch die Grenze zwischen dem Binger Stadtwald und dem zum Faitzberger Hof gehörenden Wald. Die Säule besteht aus Sandstein und wurde im neugotischen Stil erbaut. Die Inschrift im Stein, die allerdings nur noch schlecht lesbar ist, lautet:

„Friedrich Prinz von Preußen kaufte den Faitzberger Hof
im Jahre 1830. Revierförster Billhardt aus Bingen legte
diese 50 Morgen Eichen durch Saat und Pflanzungen an
in den Jahren 1831-1835.“

Geschichte:

(siehe auch Poßbachwiese / Förster Billhardt Wiese)

Billhardt (1787-1875) wurde im Jahr 1815 von der Stadt Bingen als Revierförster angestellt und im Jahr 1816 zum ersten Leiter des großherzoglichen Forstamtes in Bingen ernannt. Ihm verdankt der Binger Stadtwald den Beginn einer systematischen Forstwirtschaft. Billhardt sorgte für den Bau von Waldwegen, einer durchdachten Aufforstung, sinnvoller Nutzung der Ressourcen und vielem mehr, was einen zeitgemäßen Forstbetrieb ermöglichte.
Als in den Jahren 1825 und 1830 die Burgruine Faitzberg-Rheinstein (Burg Rheinstein) sowie der Faitzberger Hof mit dem zugehörigen Areal von dem Hohenzollernprinz Friedrich von Preußen gekauft wurde, ließ dieser das gesamte Areal wieder herrichten. Im Zuge dessen wies dieser den Revierförster Billhardt an 50 Morgen Eichenwald auf dem Areal aufzuforsten. Zum Dank ließ er die Förster Billhardt Säule erbauen sowie die Poßbachwiese zu Förster Billhardt Wiese umbenennen, die heute allerdings wieder ihren ursprünglichen Namen trägt (Erckmann 1930: 82, 267; Müller 1986: 360, 383).

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen

Überarbeitungen:

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