Dammelstein

31. März 2011   

Das Denkmal Dammelstein befindet sich an der Straße, die von der Elisenhöhe zum Forsthaus Heiligkreuz führt, ca. 250 m von der Elisenhöhe entfernt auf 184 m ü. NN.

Geschichte:

Es erinnert an den Förster Peter Dammel, der an dieser Stelle im Jahr 1920 von einem Soldat der französischen Besatzungsarmee erschossen wurde.
Der Dammelstein wurde 1924 nach dem Vorbild des Bodmannsteins als vierseitige, abgestumpfte Pyramide errichtet. Eine Sandsteintafel mit Inschrift wurde an der Pyramide angebracht. Diese lautet:

„Andenken
an den durch ruchlose Hand
am25. IV. 1920 erschossenen
Förster Peter Dammel
Forsthaus Heiligkreuz
Gewidmet von seinen Kollegen
des Lokalvereins Rheinhessen.“

Über die Feierlichkeiten zur Enthüllung des Steins findet man bei Müller (1986: 382) folgendes:

„Die feierliche Enthüllung des Steins fand am Dienstag den 22. April 1924, unter zahlreicher Beteiligung (allein 16 Förster waren herbeigeeilt) und unter Mitwirkung einer Musikkapelle und des Männergesangsvereins „Arion“ aus Bingerbrück statt. Im Namen des Verbandes hessischer Staatsförster und des Lokalvereins Rheinhessen hielt Förster Hochgesand von Waldalgesheim die Gedächtnisrede und legte den letzten Bruch nieder.“

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Gedenkstein zerstört, die Platte mit der Inschrift war jedoch nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Nach Ende des Krieges baute man an gleicher Stelle ein neues, 2 m hohes Denkmal mit der alten Inschriftenplatte auf.
(Erckmann 1930: 65f; Müller 1986: 382)

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen

Überarbeitungen:

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