Bürgermeister Neff Ruhebank am Damianskopf

5. April 2011   

Die „Bürgermeister Neff Ruhebank“ steht auf dem Damianskopf, einem Aussichtspunkt auf 291 m ü. NN am Rheinhöhenweg zwischen dem Forsthaus Heiligkreuz und dem Schweizerhaus. Die Ruhebank wurde 1956 auf Stadtratsbeschluß hin zu Ehren des ehemaligen Binger Bürgermeisters Franz Neff aufgestellt. Von ihr aus hat man einerseits einen herrlichen Blick ins Mittelrheintal und andererseits auf die Stadt Bingen.

Geschichte:

Der Jurist und Verwaltungsangestellte Franz Neff wurde im Jahr 1896 zum Bürgermeister der Stadt Bingen gewählt. Er entpuppte sich in den folgenden 33 Jahren Amtszeit (1896-1929), mit seiner vorausschauenden und modernen Art, als der vielleicht wichtigste Bürgermeister der Stadt Bingen. Er modernisierte und erweiterte die Stadt und legte damit den Grundstein für die weitere Entwicklung Bingens.
Zu seinen Errungenschaften zählen:
Die Erweiterung des Rheinufers, die Orientierung der Stadt in Richtung Schifffahrt, die Einrichtung der Burg Klopp als Stadtverwaltungssitz, die Erweiterung Bingens um neue Stadtviertel, die Installation einer für die damalige Zeit modernen Kanalisation, der Bau einer elektrischen Straßenbahn von Bingen bis Dietersheim, die Versorgung der Stadt mit Strom und Gas, eine Neupflasterung der Straßen sowie der Bau einer Realschule, eines Progymnasium, einer höheren Bauschule, des Rheinisches Technikums, der Stadthalle am Rhein und vieler Gebäude mehr.
Aufgrund dieser Verdienste verlieh man ihm nach seinem Ruhestand (1929) die Ehrenbürgerrechte der Stadt.
Franz Neff starb im Jahr 1935 und wurde auf dem neuen Friedhof der Stadt Bingen beigesetzt (Müller 1986: 406).

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald. Bingen

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