Forsthaus Lauschhütte

5. Januar 2010   

LauschhütteDas Forsthaus Lauschhütte liegt in der Abteilung Bruch des Binger Stadtwaldes auf ungefähr 580 m ü.NN.

Bis ins Jahr 1835 stand an der Stelle des größeren Hauses eine einfache, einstöckige Hütte mit Stall und Scheune. Wann diese gebaut wurde, ist nicht überliefert. Sie ist allerdings in der ursprünglichen Version der Trauttnerschen Karte noch nicht erwähnt. Müller (1986: 157) nimmt aufgrund des Baustiles der alten Hütte an, dass sie gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Eine erste Erwähnung findet sich im Taufbuch der Gemeinde Weiler im Jahr 1789. Zu dieser Zeit muss dort bereits eine Wohnung vorhanden gewesen sein.

Ab 1900 war die Lauschhütte Dienstsitz eines Forstbeamten, der gleichzeitig eine kleine Gastwirtschaft betrieb. Ab 1971 wurde das Forsthaus verpachtet und bis heute als Gastwirtschaft genutzt. Die ansässigen Forstbeamten zogen nach Waldalgesheim und Weiler um (DHM, Müller 1986: 157f).

Das Forstrevier, in dem sich die Lauschhütte befindet, trug unter der Verwaltung des Forstamtes Bingen -in Stromberg- ebenfalls den Namen Lauschhütte. Seit es 2004 dem Forstamt Boppard unterstellt ist, wurden die Forstreviere Lauschhütte und Jägerhaus zusammengelegt.

Es umfasste bis 1965 folgende Abteilungen:

Ohlig(s)berg 1 und 2, Stockbrunnen 3 und 4, [[Ebschseit]] 5, 6, 7, Kreuzschlag 8, Bruch 9 und 10, Salzkopf11, 12, 13, 14, Hüttenwand 15, 16, 17, Rennberg 18, Kaltwasser 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28 (Erckmann 1930:366).

Bedeutung des Namens:

Die Lauschhütte ist bis heute besonders in der Jägersprache auch als „Laus-Hitt“ oder „Lausit“ bekannt. Nach Müller (1986: 158) stammt das Wort „Lausch“ vermutlich vom Alt- und Mittelhochdeutschen „laußen“ oder „lugen“ ab, was soviel bedeutet wie „heimlich im Hinterhalt liegend das Wild belauschen“.

Forstrevier (Stand 2009):

Jägerhaus-Lauschhütte

Revierleiter/in:

Georg Kiefer
In der Au 14
55452 Windesheim

Heute:

Die Lauschhütte wurde 2007/08 umgebaut und renoviert. Vielfältige Freizeitmöglichkeiten sind in nächster Umgebung vorhanden, wie z.B. ein Kletterwald oder der Salzkopfturm.

Betreiber:
Lauschhütten Betriebs GmbH & Co Event KG
Gutleuthof
55545 Bad-Kreuznach

Quellen:

Erckmann, G. (1930): Der Binger Wald. Bingen
Müller, H. (1986): Der Binger Wald.Bingen
Lvermgeo (2003): DHM 20m
Website Lauschhütte GmbH (Stand 2009): http://www.lauschhuette.de/agb.php

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